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<title>Adolf Fischera</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Adolf Fischera</span></h1>
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<p><b>Adolf Franz „Adi“ Fišera</b>, üblicherweise <i>Adolf Fischera</i> geschrieben und auch unter dem Pseudonym <b>Ra</b> tätig, (* <a href="22._August" title="22. August">22. August</a> <a href="1888" title="1888">1888</a> in <a href="Wien" title="Wien">Wien</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>; † <a href="25._August" title="25. August">25. August</a> <a href="1938" title="1938">1938</a> in <a href="Klosterneuburg" title="Klosterneuburg">Klosterneuburg</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) war ein <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">österreichischer</a> <a href="Fu%C3%9Fball" title="Fußball">Fußball</a>-Nationalspieler. Der Stürmer galt als einer der spielstärksten österreichischen Fußballer der Vorkriegszeit.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben_&amp;_Karriere"><span id="Leben_.26_Karriere"></span>Leben &amp; Karriere</h2></div>
<p>Adi Fischera wurde 1888 als Sohn des aus <a href="Okres_Semily" title="Okres Semily">Poniklá</a> in Böhmen stammenden Schuhmachers Franz Fišera und seiner aus <a href="%C4%8Cernovice_u_T%C3%A1bora" title="Černovice u Tábora">Dobešov</a> in Böhmen stammenden Frau Josepha (geb. Dvořák) geboren.
</p><p>Er wird von seinem ehemaligen Sturmkollegen in der Nationalmannschaft, <a href="Wilhelm_Schmieger" class="mw-redirect" title="Wilhelm Schmieger">Wilhelm Schmieger</a>, als „einer der glanzvollsten Spieler Wiens, ein wunderbarer Techniker und Dribbler“ beschrieben. Fischera hatte seine Karriere beim <a href="ASK_Schwechat" class="mw-redirect" title="ASK Schwechat">ASK Schwechat</a> begonnen, von dem er 1905 zum <a href="AC_Viktoria_Wien" title="AC Viktoria Wien">AC Viktoria Wien</a> und 1908 schließlich zum <a href="Wiener_AC" title="Wiener AC">Wiener AC</a> kam. Bei den Praterleuten bildete er gemeinsam mit <a href="Johann_Studnicka" title="Johann Studnicka">Johann Studnicka</a> und <a href="Johann_Andres_(Fu%C3%9Fballspieler)" title="Johann Andres (Fußballspieler)">Johann Andres</a> den bekannten Innensturm aus den Anfangstagen des österreichischen Fußballs. Höhepunkt der drei war dabei der 2:1-Sieg über den damals dreifachen englischen Meister <a href="FC_Sunderland" class="mw-redirect" title="FC Sunderland">FC Sunderland</a> am 20. Mai 1909, bei dem auch Adi Fischera scorte. Seit 1908 zählte Adi Fischera auch zu den österreichischen Nationalspielern, sein Debüt gegen <a href="Ungarische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft" title="Ungarische Fußballnationalmannschaft">Ungarn</a> am 3. Mai lief mit 4:0 nach Maß.
</p><p>Zwistigkeiten mit der Vereinsführung des WAC sorgten allerdings dafür, dass Fischera sich mit zahlreichen weiteren Spielern vom WAC löste und gemeinsam mit ihnen den neuen Klub <a href="Wiener_AF" title="Wiener AF">WAF</a> ins Leben rief. Beide Vereine starteten auch in der in der <a href="%C3%96sterreichische_Fu%C3%9Fballmeisterschaft_1911/12" title="Österreichische Fußballmeisterschaft 1911/12">Saison 1911/12</a> erstmals durchgeführten Ligameisterschaft des ÖFV – der WAF wurde Dritter, der WAC Vierter. In der Generalprobe für die <a href="Olympische_Sommerspiele_1912" title="Olympische Sommerspiele 1912">Olympischen Spiele 1912</a> setzte sich Fischera beim 1:1 gegen Ungarn durch den späten Ausgleich in Szene, Streitigkeiten mit dem ÖFV verhinderten letztlich aber die Fahrt aller WAF-Spieler nach Stockholm. Bald jedoch sah man Fischera und seine Kollegen wieder im Nationaldress.
</p><p>In der <a href="%C3%96sterreichische_Fu%C3%9Fballmeisterschaft_1913/14" title="Österreichische Fußballmeisterschaft 1913/14">Saison 1913/14</a> holte der WAF schließlich den Meistertitel, zwei Tore trug Fischera im entscheidenden Spiel gegen die <a href="First_Vienna_FC_1894" class="mw-redirect" title="First Vienna FC 1894">Vienna</a> bei. Es war zweifelsohne der Karrierehöhepunkt Fischeras, der am 3. Mai 1914 wohl auch sein bestes Länderspiel lieferte, als er fast im Alleingang die Ungarn mit einem Doppelpack 2:0 besiegte. Nach Ende des <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Ersten Weltkrieges</a> entschloss sich der Stürmer schließlich, zu seinen Wurzeln zurückzukehren und ging zum <a href="SC_Germania_Schwechat" class="mw-redirect" title="SC Germania Schwechat">SC Germania Schwechat</a> in die Zweite Klasse B. Dort spielte er an der Seite von <a href="Richard_Kohn" title="Richard Kohn">Richard „Little“ Kohn</a>. Der Mannschaft gelang 1919 der Aufstieg in die Zweite Klasse A. Fischera sorgte beim 21:0-Kantersieg im <a href="%C3%96FB-Cup" title="ÖFB-Cup">ÖFB-Cup</a> gegen den <a href="SC_Tulln" class="mw-redirect" title="SC Tulln">SC Tulln</a> für Schlagzeilen, als er mit neun Toren einen bis heute unerreichten Rekord aufstellte.
</p><p>Zu Beginn des Jahres 1920 entschloss sich Adi Fischera, in das Saarland zu gehen und bei <a href="Borussia_Neunkirchen" title="Borussia Neunkirchen">Borussia Neunkirchen</a> als Spielertrainer zu arbeiten. Erfolge wie der Gewinn des Süddeutschen Pokals 1921 sowie der erstmalige Gewinn der Saarmeisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der Endrunde der deutschen Meisterschaft konnten erreicht werden. Nach zwei Jahren kehrte Fischera schließlich 1922 in seine Geburtsstadt Wien zurück, wo er nach einem starken Länderspiel gegen <a href="Italienische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft" title="Italienische Fußballnationalmannschaft">Italien</a> noch einmal eine „zweite Karriere“ startete. In der Meisterschaft spielte er wiederum für den WAF und letztlich auch <a href="%C3%96sterreichische_Fu%C3%9Fballmeisterschaft_1923/24" title="Österreichische Fußballmeisterschaft 1923/24">1923/24</a> für die Vienna, zeitweise war er auch für <a href="Germania_Schwechat" class="mw-redirect" title="Germania Schwechat">Germania Schwechat</a> tätig. Mit dem WAF wurde er noch Cupsieger, mit der Vienna noch einmal Vizemeister. Dem Italien-Spiel folgten noch fünf weitere Partien in der Nationalmannschaft, gegen die <a href="Schweizer_Fussballnationalmannschaft" title="Schweizer Fussballnationalmannschaft">Schweiz</a> gab es auch noch einen Fischera-Doppelpack.
</p><p>Nach seiner aktiven Karriere war er als Telegraphenbeamter tätig und erlag 50-jährig einem Herzanfall.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Erfolge">Erfolge</h2></div>
<ul><li>1 × <a href="%C3%96sterreichischer_Meister_(Fu%C3%9Fball)" title="Österreichischer Meister (Fußball)">Österreichischer Meister</a>: 1914</li>
<li>3 × Österreichischer Vizemeister: 1913, 1915, 1924</li>
<li>1 × <a href="%C3%96FB-Cup" title="ÖFB-Cup">Österreichischer Cupsieger</a>: 1922</li>
<li>1 × Süddeutscher Pokalsieger: 1921</li>
<li>15 Länderspiele und 8 Tore für die <a href="%C3%96sterreichische_Fu%C3%9Fballnationalmannschaft" title="Österreichische Fußballnationalmannschaft">österreichische Fußballnationalmannschaft</a> von 1908 bis 1923</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Tobias Fuchs: Adolf Fischera – Das schwarze Gewand, in: Borussia Neunkirchen (Hg.): Mythos Ellenfeld. 100 Jahre Borussia Neunkirchen, Neunkirchen 2005, S. 158–161.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/03-st-othmarunterdenweigerbern/01-06/?pg=217">Geburtseintrag</a> der Pfarre St. Othmar unter den Weißgerbern in Wien</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/klosterneuburg-stiftspfarre/03-13/?pg=27">Sterbeeintrag</a> der Pfarre Klosterneuburg</span>
</li>
</ol>
</div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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